Penn – Vogue – Hommage

Aschenbecher von C/O Berlin. Foto: Hufner

Ausstellung von Irving Penn in Berlin besucht. Ein bisschen enttäuscht. Wo Fotografie so sehr am Detail und an der Bearbeitung hängt, wo es sich dem Medium so sehr anpassen muss und will, wird auch das kleinste technische Missgeschick problematisch. Da ist ein gewisser Manierismus die Folge. Konstruktion und Freiheit stehen sich schnell im Weg.

Der frühe Penn schießt nach noch den besten Vogel ab.

Hier daher eine kleine Hommage an Penn.

Aschenbecher von C/O Berlin. Foto: Hufner
Aschenbecher vor C/O Berlin. Foto: Hufner

 

Selfie No.1

Selfie no.1. Foto: Hufner

Regieren. – Die einen regieren, aus Lust am Regieren; die andern, um nicht regiert zu werden: – diesen ist es nur das geringere von zwei Übeln.
[Friedrich Nietzsche: Werke und Briefe: Drittes Buch. Friedrich Nietzsche: Werke, S. 5579 (vgl. Nietzsche-W Bd. 1, S. 1133) (c) C. Hanser Verlag]

Selfie no.1. Foto: Hufner
Selfie no.1. Foto: Hufner

The Long Now (Fotostrecke)

29 Stunden „The Long Now“ am letzten Wochenende in Berlin. Wie immer eine aufregende Sache, die dieses Jahr aber etwas weniger gut aufgegangen ist. Den Bericht findet man auf der Website der nmz.

Hier folgt nun die Fotostrecke des Autors.

 

Blau – Natur – Technik ::: Occupy Reality!

Zingst, blau. Foto: Hufner

In betrübter politischer Lage. Man sollte sich davon nicht okkupieren lassen und weiterhin das Richtige machen. Und auch manches Unwichtige.  Occupy Reality!

Zingst, blau. Foto: Hufner
Zingst, blau. Foto: Hufner

 

„Die bildliche Beteuerung, daß die Bäume grün sind, der Himmel blau und die Wolken ziehen, macht sie schon zu Kryptogrammen für Fabrikschornsteine und Gasolinstationen. Umgekehrt müssen Räder und Maschinenteile ausdrucksvoll blinken, entwürdigt zu Trägern solcher Baum- und Wolkenseele. So werden Natur und Technik gegen den Muff mobilisiert, das gefälschte Erinnerungsbild der liberalen Gesellschaft, in der man angeblich in schwülen Plüschzimmern sich herumdrückte, anstatt, wie es heute der Brauch, asexuelle Freiluftbäder zu nehmen, oder in vorweltlichen Benzmodellen Pannen erlitt, anstatt raketenschnell von dort, wo man ohnehin ist, dahin zu gelangen, wo es nicht anders ist.“

Band 3: Dialektik der Aufklärung: Kulturindustrie. Aufklärung als Massenbetrug. Theoder W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 1367 (vgl. GS 3, S. 171-172)

Grau – Beckett – Adorno

Grauer Blick. Foto: Hufner

Geglättete Wogen vor der Nacht. Keine Nacht!

Grauer Blick. Foto: Hufner
Grauer Blick. Foto: Hufner

    HAMM: Und der Horizont? Nichts am Horizont?
CLOV (das Fernglas absetzend, sich Hamm zuwendend, voller Ungeduld): Was soll denn schon am Horizont sein?
Pause.
HAMM: Die Wogen, wie sind die Wogen?
CLOV: Die Wogen? (Er setzt das Fernglas an.) Aus Blei.
HAMM: Und die Sonne?
CLOV (schauend): Keine.
HAMM: Sie müßte eigentlich gerade untergehen.
Schau gut nach.
CLOV (nachdem er nachgeschaut hat): Denkste.
HAMM: Es ist also schon Nacht?
CLOV (schauend): Nein.
HAMM: Was denn?
CLOV (schauend): Es ist grau. (Er setzt das Fernglas ab und wendet sich Hamm zu. Lauter.) Grau! (Pause. Noch lauter.) GRAU!

Samuel Beckett, Endspiel und Alle die da fallen, übertr. von Elmar Tophoven, Frankfurt a.M. 1957, S. 33. Zitiert nach: Theoder W. Adorno: Gesammelte Schriften, GS 11, S. 288

Prost dann … Melancholie

Crow. Foto: Hufner

Zum Feiern ist einem auch nicht immer zumute. Da bleibt man jenseits des Blitzlichts ein wenig Nachdenklichkeit hinter der Maske übrig.

Crow. Foto: Hufner
Crow. Foto: Hufner

Als man die Krähe fragte: Welches sind die schönsten Vögel? sagte sie: Meine Jungen. – Cahier, 2579.

Die Neugriechen: Je mehr sie wachsen, je schwärzer werden sie, sagte die Krähe, als man sie fragte, wie es mit ihren Jungen gehe. (Reinsberg VII, 34.) Die Türken: Der Krähe kommt ihr Junges wie eine Nachtigall vor. (Nordmann, Salon, Wien 1854.)
Engl.: The crow thinks her own bird fairest. (Bohn II, 83.)
Lat.: Asinus asino pulcherrimus. (Eramsm., 856.) – Suum cuique pulchrum. (Erasm., 753.)
Schwed.: Hwar är kiär åty sitt, sade kråkan om sine Vngar. (Grubb, 354.)

[Sprichwörterlexikon: Krähe. Deutsches Sprichwörter-Lexikon, S. 25781 (vgl. Wander-DSL Bd. 2, S. 1562)]