Versteckte Funktionen in Lightroom 2015 CC

entpickeln - versteckte Funktion

Eigentlich ist es nur die Folge einer Übermüdung. Ich bin beim Bearbeiten von Fotos in Lightroom auf der Tastatur eingeschlafen. Mit den Händen und der Nase muss ich dann eine Tastenkombination erzeugt haben, die eine gewaltige Funktion in diesem Programm freilegte.

entpickeln - versteckte Funktion
Entpickeln – versteckte Funktion

Plötzlich war in der oberen Zeile aus der Funktion „Entwickeln“ die Funktion „Entpickeln“ geworden. Keine Ahnung welchen Scherz sich da die Entpwickler erlaubt haben. Oder ob es sich um ein Feature handelt, das in späteren Versionen des Programms wohl zum Einsatz kommen wird.

Entpickeln Funktion
Entpickeln Funktion

Für wen diese Funktion gedacht sein mag, ist dagegen unmittelbar klar. Vielleicht wandert die Funktion auch einfach in die entsprechenden Apps auf dem Smartphone. Aber auch für Schulfotografen dürfte die Funktion von großem Interesse sein.

Wir sind jedenfalls gespannt, wie die Sache funktionieren wird. Wenn das klappt, dann ist es definitiv ein Killerfeature!

PS: Ach, hätte ich das nur zu meiner Pubertätszeit gehabt, da nannte man mich Mr. Vesuv!

PPS: Wie diese Funktion funktioniert und was sie macht, in einer späteren Folge.

Kindergartenpop, Section Krabbelgruppe

Konzerte in denen ich inständig hoffte, sie mögen bitte etwas schneller vorbei sein, die gab es in der Vergangenheit schon. Sehr lebhaft in Erinnerung ist mir da eine Grundschulaufführung, in der „alle neuen Blockflötenkinder“ (Anmerkung: Es waren etwa 30 solche!) ein Stück performten.

Aber von vorn:
In der letzten Wochen bekamen der Huflaikhan und icke die Einladung, über eine Konzertveranstaltung zu berichten. Der Huf sollte schreiben (was er mittlerweile auch getan hat), ich fotografieren.
Wir freuen uns über solche Einladungen wirklich immer sehr, auch und gerade, wenn es sich um uns bisher nicht geläufige Genres handelt.

Gestern früh bekamen wir dann die Nachricht, dass leider keine Fotoerlaubnis erteilt worden sei. Nun gut, das kann ja Vieles bedeuten, im Programm war jedenfalls zu lesen, dass „visuell Überraschendes“ geboten werde, vielleicht wollte man dies später nicht auf schlechten Fotos in der Presse verwurstet sehen?

Wir fuhren also durchaus positiv gestimmt und neugierig auf das, was uns da Neues erwarten würde in Richtung Haus der Berliner Festspiele.

Dort strömte es bereits.
Nein, nicht Wasser vom Himmel, sondern junge bis sehr junge Menschen, vornehmlich weibliche, meist sehr zerbrechlich wirkende, vom Typus, den meine Kinder grinsend als „Hipster“ bezeichnen würden.
Männliche Menschen gab es auch, der größte Teil davon auch recht weiblich, der kleinere eindeutig Begleitung.

Einlass war erst kurz vorm avisierten Beginn der Veranstaltung, der Saal, in dem bereits Kunstnebel waberte, füllte sich schnell, mich ergriff erstmals eine Art beklemmende Fremdheit, die ich so von anderen, durchaus gut besuchten Veranstaltungen am gleiche Ort nicht kenne. Vor uns offenbar die Angehörigen der Künstlerin, auf ihre Plätze dirigiert von einer sehr wichtig und kosmopolitisch wirkenden Dame mit ins Haar gesteckter Lesebrille.

Dann war es endlich so weit. Der Saal verdunkelte sich, noch mehr Nebel waberte, die Akteurin vorn seitlich am Keyboard (es war ja angekündigt worden, sie bediene Klavier und Gesang), von hinten angestrahlt. Die ersten einfachen Akkorde und noch welche und noch welche, Klavierschule erster Band, dazu wummernder Technobeat, einfachster Gesang mit künstlichem Kinderstimmchen.
Das war sicher nur die Einleitung, dachte ich gespannt, gleich würde es mit virtuosem Klavierspiel und Gesang weitergehen, schließlich war die Künstlerin mit Björk verglichen worden.

Es ging weiter. Genau so simpel wie anfangs. Die jungen Mädchen (und auch wenn ich das Wort „Mädchen“ für Frauen jenseits der Geschlechtsreife ansonsten nicht anwende, hier trifft es leider zu. Bei kühleren Temperaturen hätten wir mit Sicherheit viele bis über an die Fingerspitzen gezogene Pulloverärmel gesehen) sangen mit, was in diesem Fall ja auch nicht weiter schwierig war.

Dann Nebel und noch mehr Nebel, im Nebel, ganz hinten ein Chor. Der stand da schon die ganze Zeit und wurde von einem Mann hinter einem großen Reflektor dirigiert (solche Dinger standen schon beim Vorentscheid für dieses europäische Songdingens auf der Bühne, scheinen gerade schwer in Mode zu sein). Das sollte man wohl eigentlich nicht sehen, man sah auch nur einige Male heftig wedelnde Arme hinter dem großen, silbernen Ding hervorblitzen.

Der Chor erfüllte alle Schul- und Kirchenchorklischees. Von der Frauenlastigkeit über die ersthaft, steife Haltung bis hin zur typischen Chorkleidung. Alle in schwarz, einige sogar in langen schwarzen Röcken! Ssso schön und teils intonationsmäßig SO dicht daneben, ganz der Künstlerin angepasst!

Die Künstlerin, gewandet in ein schwarzes Hängerchen, das ab Mitte Oberschenkel ein durchsichtiges Hängerchen war, knüllte derweil dieses Kleidungsstück wiederholt in etwa Bauchhöhe zusammen, so wie man es bei Kleinkindmädchen beobachten kann, wenn sie von den Erwachsenen zu einer szuper szüßen Äußerung gedrängt wurden, die Erwachsenen nun alle lachen und dem Kleinkindmädchen, das nicht weiß warum sie das tun, nichts anderes übrig bleibt, als eben diese Übersprungshandlung. Oftmals begleitet von hospitalistisch anmutendem über einen Großzeh zentriertem Hin-und-her-drehen.

Derweil im Publikum großer Jubel nach jeder der Nummern, von denen man nicht mehr als: Eine wie die andere, originalverkorkst, sagen konnte.
Saßen die euphorisch klatschenden Massen in einem anderen Konzert als wir? Waren die Eintrittskarten mit psychedelisch wirkenden Substanzen imprägniert und nur wir Dummies hatten nicht mitgekommen, dass man diese vor Beginn des Konzerts ablecken musste?

Die Zeit schien stehen zu bleiben – jedenfalls nicht sonderlich schnell vorüber zu gehen, auch der wiederholte Blick auf die Uhr nutze da leider gar nichts. Eine Stunde und zehn Minuten können aber auch echt lang sein.

Dann aber ein Höhepunkt? Nein, nur das endgültige Abgleiten in Krabbelgruppenperformance: Das Publikum sollte singen, nachdem „wartet, ich singe Euch vor“, getrennt nach Geschlechtern. Die Jungs haben dann auch „schön“ gesungen: „tip tapping“ im Dustern. OH MANN!

Am Ende war es dann doch noch nicht ganz zu Ende, standing Ovations und frenetischer Applaus veranlassten die Künstlerin zu zwei Zugaben…
…die wir aber auch noch tapfer durchstanden (was blieb uns auch anderes übrig?)

Fassen wir zusammen:

Grundschulkonzerte (inklusive begeistert mitwippender Mutti) werden heutzutage von ins Kleinkindalter regredierten MitzwanzigerInnen auf großen Bühnen und mit viel Nebel und Wummwumm inszeniert.

Man kann die Massen und die Mutti (immer noch!) mit monotonen Marschrhythmen, simplen Melodien und noch simpleren Texten zum Schunkeln bringen.

Lena Müller-Landshut hat Konkurrenz bekommen. Aus der Krabbelgruppe.

Fazit:

Wer die Künstlerin des gestrigen Abends mit Björk vergleicht, für den ist auch alles wo „ganz hoch gesungen“ wird Oper.

…..

P.S.: Wie gesagt, es durfte nicht fotografiert werden.
Der Huflaikhan hat ja in seinem Beitrag in der nmz online ein extra für Euch alle gezeichnetes Bild eingestellt, das im Übrigen in wunderbarer Symbolkraft die ganze Veranstaltung darstellt: Eine Kinderzeichnung in Schwarz.

Um Euch die Stimmung der Veranstaltung nicht vorzuenthalten, habe ich auch ein Foto gemacht. Die Künstlerin mit ihren MitkünstlerInnen durfte man ja nicht fotografieren und da habe ich mich auch dran gehalten.
Deshalb hier: Voilà, la Zimmerdecke:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Schön, wa?

Innovation +++ Innovation +++ Innovation

Kennen Sie das auch? Sie wollen die Einstellungen an ihrer Kamera verändern, sind aber schon so übermüdet, dass sie dies nicht mehr im Sucher vornehmen können?
Sie wollen deshalb die Einstellung über das Display vornehmen, wollen aber gleichzeitig ihre Umgebung im Auge behalten, schließlich könnte sich ein unwiederbringliches Motiv zeigen?

Da wir vor allem auch ein Service-Blog sind, wollen wir Ihnen unsere bahnbrechenden Ideen nicht vorenthalten….(auch wenn sie sich noch im Versuchsstadium befinden).
Hier also die verblüffend einfache Lösung für alle oben genannten Probleme:

unbenannt-6749-Bearbeitet-Bearbeitet-Bearbeitet-2

Zweitaugen.

An dem Problem des passageren Erfordernisses eines dritten Armes arbeiten wir noch.
Mit Hochdruck
Versprochen.

Das langweiligste Foto der Welt

Haus der Familie

Es gehört zu den dialektischen Momenten der Kunsttheorie und des Kunstmarktes, dass Erfolg und Qualität überhaupt nicht korrelieren. Man kennt es aus jeder Ecke des Kunstmarktes, sei es bei Musik, Skulptur, Architektur, Bildender Kunst oder auch bei der Fotografie. Nur sehr selten ist etwas sehr Erfolgreiches auch reich an Qualität. BILD-Zeitung, ADAC, Bundeskanzlerin, Phil Glass …

Der Umkehrschluss ist gleichwohl nicht gestattet, dass das, was erfolglos ist, hohe künstlerische Qualität zeitigt. Denn erfolglos im Sinne des Marktes sind fast alle Teilnehmer am Kunstspiel. Kunsterfolg ist risikoreich. Pierre-Michel Menger hat dies wunderbar herausgearbeitet in seiner Studie „Kunst und Brot“ von 2002 (dt. 2006). Das nur am Rande erwähnt. Zurück zum Thema.

Vor kurzem veröffentlichte der Stockfotodienst „Fotolia“ seine erfolgereichsten Produkte des letzten Jahres. Welches Foto hatte die häufigste Nutzung?

Platz 1:
Beautiful girl enjoying the summer sun.
Autor: Evgenyatamanenko (Russland)
Link: http://de.fotolia.com/id/42158128

Schon die Beschreibung „Schönes Mädchen, die Sommersonne genießend“ lässt ein etwas ratlos zurück – wenn man genau hinschaut, müssen einem Zweifel kommen, ob da überhaupt Sonne im Spiel ist, geschweige denn Sommersonne. Wo sind die Schatten im Gesicht? Aber auch die Frage: Was kann man mit diesem Foto eigentlich überhaupt machen, wofür lässt es sich einsetzen, birgt Probleme. Ich habe keinen einzigen vernünftigen Grund gefunden; andere offenbar schon.

Nach einer Internetsuche finden sich folgende Konnotationen, in diesen Zusammenhängen wird es im Netz eingesetzt:

„Binden und Slipeinlagen, Histaminintoleranz, Psychotherapie, Ausschlag und Infektionen, Haushaltshilfe, Umweltmanagement, Wanderurlaub, Sanfter Alkohol-Drogen-Medikamenten-Entzug, Entspannung, Arbeiterwohlfahrt, gesunder Schlaf, Anti-Stress, Entspannung, alternative Heilkunde“

Bei einem weiteren Stockfotodienst findet man mit der gleichen Beschreibung ein anderes Foto. Die Haltung mit weit ausgebreiteten Armen gleich Flügeln ist ähnlich, sonnenanbetend. Aber es wirkt im Vergleich zum Fotolia-Foto viel zu streng, allein schon durch den blauen Hintergrund, der leider einen im wahrsten Sinne des Wortes etwas kalt zurücklässt. Dieses Girl könnte auch am Nordpol stehen und bald frieren. Oder denken wir an dieses bekannte Still aus dem berühmten Film.

Erfolgreich in diesem engeren Sinn sind Fotos, die auf viele Einsatzbereiche passen (oder einen ganz engen – Beispiel die fotografische Reproduktion eines Fussballs). Mit den interpretationsleeren Fotos jedoch kann man Webserver ebenso verschönern wie ganze Abitursjahrgänge zum Abiball einladen. Das erfolgreichste Bild muss zugleich das langweiligste sein, dass aber jedem Einzelnen als „passend“ erscheint.

Nun sagen derlei Erfolge immer zweierlei aus: Erstens: Die Bilder wären nicht erfolgreich, wenn nicht die Werbeindustrie meinen wollte, dass diese Bilder ankommen und zweitens die Klientel scheint wirklich so gestrickt zu sein, dass sie diese Bilder bevorzugt. Das berühmte Phänomen, dass man genau das bekommt, was man haben will und man haben will, was man auch bekommt.

Haus der Familie
Haus der Familie

Insbesondere bei scheinbar Unwichtigem setzt sich das besonders durch. Ästhetik ist ja schließlich ziemlich schnurz und über Geschmack lässt sich streiten, wenn auch nicht vernünftig.

Man bekommt das Phantom der Wirklichkeit geliefert, so wie man es braucht.

Sensorenpest – eine Seuche breitet sich aus

The C-Circle-Defect

In letzter Zeit kann man immer häufiger Defekte an Sensoren von Digitalkameras entdecken. Sie machen Sie bemerkbar auf Fotografien. Hier ein Beispiel für so ein kaputtes Bild.

The C-Circle-Defect
The C-Circle-Defect

Hier haben wir eine ganz famose Fotografie aus der Gruppe der Straßenlandschaftsfotografie. Die Komposition ist phänomenal!

Nichts scheint hier dem Zufall überlassen zu sein: Die Wölkchen am Himmel, die wenigen semiotischen Hinweise, die Komposition aus drei Laternen und drei Fahnenmasten, hervorragend die Bildteilung. Das muss man erst einmal sehen. Auch jene Person, die aus dem Nichts in diese sonst so verlassen wirkende Komposition hineinzulaufen scheint, bricht den Zusammenhang nicht, sondern verstärkt ihn in geradezu dialektischer Weise nur noch mehr. Ein Meisterwerk der Fotokunst, gar kein Zweifel.

Wäre nur nicht die Kamera defekt gewesen.

Über, wenn nicht gar auf allem, lastet diese blasse Kreis in dem ein blasses kleines „c“ zentriert wurde. Was hat den Fotografen dazu gebracht, dieses Werk so zu zerstören?

Es war der defekte Sensor. Schade um das Bild.

Worum handelt es sich?

Wie eine Seuche breitet sich das Phänomen aus. Immer mehr Fotoapparate scheine betroffen zu sein, das ganze Internet ist voll von derartige verschandelten Fotografien. Selbst Profi-Fotografen haben dieses Problem: wie hier Detlef Schilke. Es kommt einem komisch vor, dass diese Fotografen das Phänomen nicht zu bemerken scheinen, so als ob sie das selbst nicht wahrnehmen würden. Wie kann man sonst derartig defekte Bilder veröffentlichen.

Aber das ist kein Spaß: Man sollte diese defekten Kameras umgehend zur Reparatur bringen, bevor sich das c-circle-Symptom weiter ausbreitet. Man weiß noch nicht genau, wo das Problem herkommt, ob aus der Massensensorhaltung im Medienmarkt des eigenen Vertrauens oder ob es sich zum Beispiel bei Treffen von Fotofreunden ausbreitet.

Wenn man genau hinsieht, fällt zudem eine abartige Verwandlungsfähigkeit des Defektes auf, selbst die Schielpiraten scheinen irgendwie betroffen.

Defete Sensoren
Defekte Sensoren

Hier unten im Bild, perfide sogar Vertrautheit vorschützend, der Virus ist offensichtlich lernfähig, was ihn nur noch myteriöser macht. Am Ende droht der Verlust sämtlicher Bildinhalte, bzw. ihre fotografischen Zerstörung.

Zunehmender Defekt
Zunehmender Defekt

Und schließlich der Verlust des kompletten Sensors: Hier Bild kurz vor dem Tod des Sensors.

Kurz vor dem Ende
Kurz vor dem Ende

Und passen Sie auf, es gibt Fotos, die scheinbar auf einen defekten Sensor hindeuten, die aber gar nicht betroffen sind. Hier ein Beispiel:

Geheimnisvolles C
Geheimnisvolles C

Nein, auch wenn das Bild auf den ersten Blick hin vom Defekt betroffen zu sein scheint, das ist nicht der Fall. Das mysteriöse „c“ ist in einem blauen Quadratrahmen auf weißem Hintergrund platziert. Aber wer kennt heute noch den Unterschied zwischen Quadrat und Kreis? Ein Laie ist damit vermutlich überfordert. Und das ist die nächste große Gefahr. Oder operieren Sie sich selbst beispielweise einen Leistenbruch mit Hilfe eines Mückennetzes in der Küche? Da muss eine Fachfrau oder ein Fachmann ran.

Was kann man tun?

Tipp 1: Vermeiden Sie Ansammlungen von Fotografen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass einer von ihnen diesen Sensor-Defekt weiterreicht.

Tipp 2: Fotografieren Sie nur Gegenstände, die frei von optischen Defekten sind. Noch wird nämlich gerätselt, ob die Übertragung nicht doch durch die fotografierten Objekte mitausgelöst wird. Schauen Sie sich die Sammlungen von Stockfotografie an, überall Sensordefekte.

Tipp 3: Schauen Sie sich nur Bilder an, die frei von diesen Sensor-Defekten sind. Die obigen sind nur zum Zwecke der Veranschaulichung „bearbeitet“ worden. Vermeiden Sie Seiten, die Kopierschutz vorgeben, denn:

Tipp 4: Kopierschutz schützt nicht vor diesem Virus. Glauben Sie nicht alles, was Sie von Freunden, Kollegen, Wettbewerbern hören. Nein, glauben Sie es einfach nicht. Glauben Sie nix!!

Tipp 5: Vermeiden Sie den Besuch von Ansammlungen Fotoapparaten. Wie in großen Kaufhäusern. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ware verseucht ist, ist groß. Je teuerer, desto wahrscheinlicher. Berichte von erkrankten Sensoren in der Knipsenklasse der Fotoapparate sind weniger bekannt.

Tipp 6: Vermeiden Sie das Lesen von Fototests und/oder Webseiten mit defekten Bildern. Besuchen Sie nach Möglichkeit nur Seiten mit folgendem Logo.

No C
No C

Tipp 7: Eine Heilung ist nicht möglich. Außer bei den Schielpiraten. Wir können den Sensor wieder flott machen, versuchen Sie nicht, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Für eine Heilung brauchen wir aber ihr absolutes Vertrauen! Wir benötigen sämtliche relevanten Daten bis hin zur Rechnung und zur Verzichtserklärung. Heilung ist bei uns möglich, aber unwahrscheinlich.

Schauen Sie sich das Bild von einem gesunden Sensor zum Schluss an. Bei diesem Apparat hatten wir jede Hoffnung aufgegeben – die FollFosten-Kamera Nokina DF (das DF steht übrigens für DeFekt). Aber nach etwa einer sechsjährigen Behandlung waren die Resultate des Apparates wieder ansehnlich.

sensor-heilung

Moderne Kamerahaltung I: Kameraliebe

Frauen-Foto bei Aldi

Im Gegensatz zu meiner verehrten Kollegin Pe Pa habe ich keine Angst vor Abmahnungen oder ähnlichem. Also Angst schon, weil es einen ja immer treffen kann, aber auch keine Angst, weil, weswegen. Abmahnen kann ja jeder jeden aus jedem begründeten und unbegründeten Grund. Das vorweg.

Man kann die Sache ja auch von der anderen Seite aufdröseln. Zumindest die Haltung von Fotoapparaten in Funk, Fernsehen und Internet hätte demnach nix mit Jendajendajenda zu tun.

Frauen-Foto bei Aldi
Frauen-Foto bei Aldi. Aufnahme aus dem Screen von http://www.alditalk.de/nord/ am 15.1.2014.

Je nun. Das Bild ergibt nur einen Sinn, wenn man sich statt des schwarzen Kastens, der an den Fingern klebt, den Kopf eines Kerls vorstellt. Wie zärtlich und schmeichlerisch, wie verzückt und mit dem Ausdruck der Koketterie die Dame da doch im Gegenlicht grient. Sie beschützt den Betrachter sogar vor einer Blendung durch die Sonne. Soviel Fürsorge! *kraulkraul*

Das gemeinte Foto
Das gemeinte Foto

Gute Werbung, jetzt echt. Genickbruch droht. Angesprochen werden entsprechend taktende Mämmer (äh, Männer), die, klopfklopfklick, das Fensterchen öffnen, um endlich den ersehnten Umsatz mit ihren vollkommenen Fotos zu machen auf die es echt nicht ankommt.

Ich gehe jede Wette ein, dieses Werbebildchen hat keine Frau gemacht und keine Frau fotografiert. Es ist ja nicht einmal sicher, ob eine Frau abgebildet ist.

Und in der Tat: Es es ein Stockfoto (Fokus auf Mund).

Hier noch eine weitere Variante, die der seinerzeit sehr große Fotochemie-Produzent „tetenal“ auf seiner Startseite präsentiert (wird rotierend mit anderen absurden Fotos dargestellt). Wer früher seine Filme noch selbst entwickelte oder Bilder abzog, kennt die Firma aus dem FF. Müssen die aber heute auf Stockbilder zurückgreifen, die wirklich nicht einmal die allerbesten sind? So als fotoaffiner Laden?

tetenal website
tetenal website

Und das ist der Unterschied ums Ganze. Die Frau sieht die Frau, der Mann sieht die den Fotoapparat, also eben sich selbst.