Innovation +++ Innovation +++ Innovation

Kennen Sie das auch? Sie wollen die Einstellungen an ihrer Kamera verändern, sind aber schon so übermüdet, dass sie dies nicht mehr im Sucher vornehmen können?
Sie wollen deshalb die Einstellung über das Display vornehmen, wollen aber gleichzeitig ihre Umgebung im Auge behalten, schließlich könnte sich ein unwiederbringliches Motiv zeigen?

Da wir vor allem auch ein Service-Blog sind, wollen wir Ihnen unsere bahnbrechenden Ideen nicht vorenthalten….(auch wenn sie sich noch im Versuchsstadium befinden).
Hier also die verblüffend einfache Lösung für alle oben genannten Probleme:

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Zweitaugen.

An dem Problem des passageren Erfordernisses eines dritten Armes arbeiten wir noch.
Mit Hochdruck
Versprochen.

Bastelstunde bei den Schielpiraten

Heute: Pimp your hässlichen Kameragurt

Kollege Huflaikhan hat das Thema neulich schon angesprochen:

Der Gurt der D800 ist hässlich.
Nicht hässlich genug, um als Trash-Teil schon wieder hipp zu sein. Nein, es ist einfach nur irgendwie peinlich, wie man mit einen HighTech-Gerät der nicht gerade billigsten Sorte, auch noch als lebender Werbeträger in die Wildnis geschickt wird. „Bastelstunde bei den Schielpiraten“ weiterlesen

Der Kameragurt: Professionelle Geschmacklosigkeiten

Pentax vs. Olympus vs. Nikon

Da kaufen sich die Leute Kameras im Wert von Monatsbruttolöhnen mit fantastischen technischen Daten, mit tollen Objektiven und dann, dann hängen sie sich das Zeug um den Hals.

Leider fällt dabei eine Firma als ganz besonders hässlich aus dem Rahmen. Nil**. Nik** macht hervorragende Kameras, aber hässlichste Kameragurte, dünnes Zeug mit grell-gelber Schrift, die nicht nur nicht nicht anzeigt, welche Firma hier am Werk ist, sondern vor allem welches Modell seine Arbeit verrichtet. (Im Bild unten.)

Dass die Modellbezeichnung ungleich größer gestickt ist, belegt ironischerweise, dass einem die Marke weniger bedeutet als die Type.

Pentaxens Eleganz vs. Nikons ästhetischer Griff ins Klo.
Pentaxens Eleganz vs. Nikons ästhetischer Griff ins Klo.

Na klar. Wenn sich die Kameras auf die Entfernung schon kaum unterscheiden lassen, so doch die Gurte. Denn entscheidend ist ja nicht, was drin steckt, sondern was drauf steht. Vollformat steht hier jedenfalls für Volldoof. Es ist nichts anderes als ein Gurt- statt ein Schwanzvergleich. Can** machts ja nicht besser, aber doch weniger auffällig.

Besser ging ja schon

Wenn man sich dagegen einmal den Gurt von Olymp** anschaut, welch ein Understatement und der von Pent** gleicht einer Designstudie. Nik** mal gekippt, dann mit Outline und schließlich eine Mitwisser-Zahlenkombination in gleich noch einer anderen Schrifttype, die dann die Zahlen auch noch symmetrisch durchbricht mit Lücken.

Pentax vs. Olympus vs. Nikon
Pentax vs. Olympus vs. Nikon

Gleiches gilt für die Nähte, die bei Nik** extra betont werden, wo sich der gewiss in anderer Form auch aufdringliche Gurt der Pent** K-01 sachlich zurückhält. Geradezu spielerisch die Durchreihung „PENTAXPENTAXPENTAXPENTAX“, so dass es zu einem literarischen Ereignis wird, betont die Spationierung – jeder Buchstabe beansprucht die gleiche Weite und Höhe.

Der heikle Übergang

Sachlich auch die Nähte beim Übergang vom Kamera-Band zum Halsgurt, einer überaus heiklen Passage.

Drei klar gegliederte Trapeze bei Pent**. Bei Nik** wollen plumpe Dreiecke in Pfeilform auf das wahnsinnig gute Produkt hinweisen tun. Aber da haben sie sich geschnitten. Das Fondmuster nimmt die Pfeil-Idee ja auf, was für ein restästhetisches Wissen spricht, aber es torpediert den Gedanken im gleichen Moment, weil der Pfeilfond ja unter der Schrift hindruchläuft und auf der anderen Seite kontradiktorisch ausläuft. Typischer Fall von Nicht-zuende-gedacht-peinlich-nicht-wahr?

Weicher durch Rundungen und die schlichte X-Naht die Olymp**.  Wenn man sich die Verarbeitung außen und innen anschaut, kommt man auch nicht an der Pent** vorbei.

Pentax K-5 Gurt (vorne und hinten)
Pentax K-5 Gurt (vorne und hinten)

Weiches Leder, geschmeidig und mit körperlicher Substanz, wo bei Nik** so ein Billigzeug vernäht wird, was wohl aus den Abfällen ihren Ausschussware hergestellt wird. Wunderschön bei Pent** auch das eingenähte Fähnchen. Ebenso der Markenname, der so massiv eingestickt ist, dass man ihn fühlen kann und fühlen will. So geht man als Fotograf auf Tuchfühlung nämlich!

Gleichwohl. Selbstgemacht ist am besten.

Eigener Gurt ist gut
Eigener Gurt ist am besten!

Die Schielpiraten-Tipps

1. Lassen Sie sich nicht zum Büttel ihrer bevorzugten Fotofirma machen. Und wenn, verlangen Sie dafür mindestens Qualität und unbedingt ein Honorar.

2. Werfen Sie den Standardgurt einfach weg oder tauschen Sie ihn aus. Meine Frau hatte an ihrer Nik** immer einen Can**-Gurt. Das verwirrt die Gemüter der „Kenner“.

3. Boykottieren Sie die Logoitis. Nähen Sie sich was drüber, machen Sie aus Can** Canön, aus Nik** Nikön. Oder besorgen Sie sich eben gleich einen guten Fotoapparat wie von Pent** oder Olymp** oder Hasselbl** oder Phase O** oder so etwas.

Die andere Nokin.
Die andere Nokin.

4. Machen Sie sich selbst einen Kamera-Gurt oder erwerben Sie einen im Schielpiraten-Shop.

5. Kaufen Sie nie eine Kamera nach ihren technischen Daten oder ihrem Namen: Sie wollen gute Fotos machen, dazu dürfen Sie selbst nicht schlecht aussehen, vor allem in dem Gebiet hinter den Augen.